Motivation.

Kunst studiert. War toll. Konzeptarbeit pur. Gelernt, Themen zu entwickeln, sie aufzubauen, sie kritisch zu würdigen und zurückzubauen, um sie wieder neu aufzubauen. Kreatives Arbeiten geübt.

Biologie studiert. War faszinierend. Verstanden, wie ein System tickt und ein Bewusstsein dafür entwickelt, wie sensibel und komplex Systeme auf Veränderungen reagieren.

Informatik studiert. War ambitioniert. 1995 noch 0/1-orientiert. Programmieren gelernt (wer kennt noch „Modula“?). Logik gepaukt. Computer kennengelernt. HTML und Design zusammengebracht. Grundlagen gelegt, um zwischen Fachbereichen und IT zu vermitteln.

Betriebswirtschaft studiert. War anders als erwartet. Verinnerlicht, dass Recht auch streng logisch tickt. Den Homo Oeconomicus kennengelernt. Komischer Kauz. McGregor kennengelernt. Sehr sympatisch. Den Menschen als komplexes Wesen inmitten der Strukturen, Prozesse, Rollen, Regeln, Informationen, Daten und Leistungen entdeckt und seitdem voller Leidenschaft eingetaucht in der Personal- und Organisationsentwicklung.

Die Zeit an den Universitäten war gut investiert: Studium Generale! Und dann?


In den 90ern bin ich voller Neugier an Berliner Universitäten/HdK in Kunst, Biologie, Informatik und Betriebswirtschaft eingetaucht und anschließend gestartet als Mediendesigner in einem B2B-Werbeunternehmen. So kam ich gleich mit den ersten Kundenaufträgen intensiv mit zwei spannenden Aufgabenfeldern in Kontakt: Projektmanagement und Business Analyse.

Es galt 2000 in München eine Bauausschreibungsplattform im Internet aufzubauen. Es ging um Bauvorhaben wie Industrieanlagen und Autobahnen, die fachliche Ebene war ziemlich schwer zu durchdringen. Das Internet war noch jung, man musste zudem noch in 0-en und 1-en denken und die Programmierung sollte „outgesourct“ in der Türkei stattfinden. Ansprechend und schnell sollte das Ergebnis selbstverständlich auch sein.

Wie meistert man so ein komplexes Vorhaben? Insbesondere, wenn man sich als „Newbie“ der Herausforderung stellen darf. Um 2000 herum war das „normal“, das war die Zeit der „Dot.com“-Initiativen. Jeder wollte ins Internet, Internetagenturen schossen wie Pilze aus dem Boden, Investoren wollten „Geld verbrennen“. Projektmanagementliteratur und praktischen Rat gab es reichlich. Und so gab es genügend Stoff für Experimente. Training bot das ständige Bemühen, Irrtümer zu umschiffen und Fehler zu korrigieren.

Die anfangs gemachten Erfahrungen und das gesammelte Wissen gaben mir die Chance, selbständig unterschiedliche Organisationen in ihren Vorhaben zu unterstützen und in Sachen Projektmanagement und Requirements Engineering zu beraten. Nach meinem Umzug von Zürich nach Vorarlberg habe ich längere Zeit angestellt in einem Automotive-Unternehmen gearbeitet. 

Die Themen sind geblieben, aber mit der zunehmenden Digitalisierung und der wachsenden Vielfalt für Produkte/Services bis hin zum „Losgröße 1“-Ansatz sind neue Ideen zum Umgang mit Leistungen und der Arbeit im Unternehmen gefragt. Organisationen sind einem stetigen Wandel unterworfen. Innovationen werden gebraucht. IT spielt eine zentrale Rolle in dem Wandel der Organisationen.


Mindset-Kampagne, Themenkarte: Der Business Case in der Projektarbeit


Abbildung: Themenkarte „Business Case“, Training „Wertschöpfende #Projektarbeit“

Aufgaben werden anspruchsvoller, bewährte Ansätze müssen mit neuen Methoden und Formen der Zusammenarbeit ergänzt werden. Ein Prozessmodell ist schnell gebaut, spannend wird es in der Umsetzung, wo Überraschungen lauern, wo Menschen, Informationen, Werkzeuge, Regeln und Rituale aufeinander treffen. Dort bin ich beruflich zuhause und unterstütze die Erarbeitung und Etablierung geeigneter Lösungen.

Einbringen möchte ich meine Eigeninitiative, ein selbständiges verantwortungsvolles Arbeiten, gemeinsames Erarbeiten, Experimentieren, Erproben und Umsetzen von Innovationen und darin das Entwickeln von jungen Menschen zu Experten sowie den volle Einsatz für eine Sache. Unternehmerisches Denken, systematisches und ergebnisorientiertes Handeln, Transparenz, Verbindlichkeit und die Suche nach einfachen, robusten und praktikablen Lösungen sind für mich wesentliche Werte.